Transience
http://www.transience.com.au
Auf der Webseite von Dave Jones wird man von einem Strichmännchen mit einem Wanderbeutel und mutigen Schritts begrüßt. Wenig später öffnet sich gleich das Menü, mit dessen Hilfe man zu mehreren Animationen, einer Kontaktadresse und einigen Spielen geführt wird.
Animationen
Die Animationen bilden den Hauptbestandteil der Seite des australischen Künstlers. Unter der Rubrik The Jack n' Jim Project werden in zwei Filmen "Episoden" aus dem Leben des Strichmännchens Jack zeichnerisch umgesetzt. Beide Filme sind in schwarz-weiss gehalten und kommen ohne jede Musik aus, vielmehr leben sie von der Mimik und Gestik der gezeigten Charaktere, ohne jeglichen verbalen Dialog. Sowohl innere als auch äussere Handlung werden nur durch unterschiedliche Kameraeinstellungen, Schnitte und Geräusche realisiert. So klopft Jacks Halsschlagader wie verrückt und die Adern in seinen Augen weiten sich, wenn er wütend ist. Absolut sehenswert ist der wohl bekannteste und mehrfach prämierte Film Teetering, ein Geschichte "of love and loss in an unlikely world".
Ein weiterer animierter Charakter ist The Heist. Ein kleiner Einbrecher in klassischem Kriminellenkostüm (z.B. die schwarze Augenbinde) räumt eine Wohnung leer und foppt die Polizei.
Desweiteren gibt es eine in Zusammenarbeit mit den Lycette-studios (u.a. Type I) zu sehen. In super hero wird in einem gesungenen Monolog erzählt, wie ein Retter der Welt, der im Pflegeheim lebt, sich auf seine heldenhafte Vergangenheit besinnt und aus der Realität ausbricht.
Wie aufregend Versteckspielen in der Küche sein kann, wenn alle potentiellen Verstecke besetzt sind, zeigt uns Hidey (kurz für hide-and-seek).
Die 16 Episoden zu El emigrante zeigen Josés erfolgloses Bemühen, die amerikanisch/mexikanische Grenze zu überwinden. Dabei wird er immer wieder von Sergeant Steel (gesprochen von Dave Jones) gehindert.
Spiele
In der Spieleabteilung gibt es hauptsächlich bekannte Denkspiele, die mit Hilfe der animierten Figuren in neuer Form auftreten. So zum Beispiel Pearls before swine, bei dem derjenige verliert, der die letzte verbliebene Perle aus einer Reihe von Perlen von der Hand eines zwielichtigen Hütchenspielers nimmt. Hier taucht auch José aus El emigrante noch mal auf, dem durch Bewegen des Mauszeigers bei der Flucht vor der US-amerikanischen Polizei geholfen werden kann.
Sonstiges
Unter der NEWS- Rubrik kann sich der Leser einer virtuellen Zeitung über neue Award-Nominierungen und -Gewinne informieren, einige Presseartikel lesen, den Newsletter bestellen und sich im editorial, einer Art Gästebuch verewigen.
Zusammenfassend
Zusammenfassend läßt sich sagen, dass die Seite übersichtlich ist und die Navigation keine besonders hohen Fähigkeiten voraussetzt. Alle Animationen und Spiele sind Flash-animiert. Leider gibt es von den angebotenen 16 El emigrante-Episoden bisher nur fünf, bei denen man wiederum nicht ohne Umweg von der einen zur anderen klicken kann. Angenehm hingegen ist die fehlende Selbstdarstellung des Künstlers. Man erfährt zwar so weniger über den Künstler, dafür läßt er lieber die Animationen für sich sprechen.
Karoline Modreker, 16.01.2002
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