Animation in Neuen Medien

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UGO.com

Im folgenden soll das amerikanische Portal ugo.com, ausgesprochen UndergroundOnline kurz dargestellt werden.

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Animationen
Sprache und Ästhetik
Technisches
Nutzer
Businessmodell

Startseite

Auf der Startseite die Channels Animation, Music, Games, Wrestling, Tech, Film &TV, Freestyle als Navigationsleiste. In der Mitte ein Frame mit aktuellen Verweisen auf Inhalte, gut für Leute, die sich nur berieseln lassen wollen, weil man einfach nicht sehr tief kommt. Unter Freestuff findet man diverse Gewinnspiele (für die USA), der ugo roadraver ist mit einer schönen Flash-Animation aufgepeppt. Die Startseite kommt ohne unnötige Spielereien aus, statt eines Flash-Intros gibt es nur einige gif-animierte Werbebanner. Alles sehr übersichtlich, lädt sehr schnell. Einfach und gut.

Animationen

Unter Animation finden sich verschiedene Mondo-Mini-Shows (Flash-Animationen):
Like,News - wie eine Fernseh-Nachrichtensendung aufgemacht - amüsiert sich auf Kosten von US-Promis oder solchen, die es gern wären,zum Beispiel Ralf Nader. Thugs on Film (eine Art Kritiker-Talk) und FishBar sind weitere Serien. Von diesen Mondo-Mini-Shows, sind immer 5-6 direkt verfügbar, wöchentlich kommt jeweils ein Film dazu, der dann als Aufmacher mit Bild zum Anschauen animieren soll.
Die Rubrik Comics stellt verschiedene Arbeiten durch kurze Texte und jeweils ein Bild vor, über Links gelangt man auf deren Seiten, die ugo.networks oder andere Anbieter erstellen. Gleiches gilt für die Rubrik Cartoons. Dort findet man unter anderem auch SouthPark. Behind the music that sucks nimmt diverse Popstars aufs Korn. Aufgemacht im Stil von Fernsehreportagen werden in den Animationen Vektorgrafiken mit Pixelbildern der Köpfe der Damen und Herren vermischt. Die Stories nehmen kein Blatt vor den Mund (bzw. gehen weit unter die Gürtellinie) und dekonstruieren die von der Industrie aufgebauten Mythen - und es macht auch noch Spaß, sich das anzuschauen. Anspieltips: Mariah Carey, Britney Spears und Eminem. Behind the music that sucksgibt es auch auf heavy.com.

Sprache und Ästhetik

Man sollte gut Englisch können, um die schriftliche Inhalte wie auch die Filmtexte zu verstehen, ohne diese sind alle Animationen ziemlich langweilig, wenn man einmal die gestalterische Handschrift der Zeichner wiedererkennt. Andere Sprachversionen oder fremdsprachliche Inhalte sind nicht erhältlich, im Gegensatz zum Beispiel zu atomfilms.com. Für mich ein absoluter Schwachpunkt. Wenn man das Businessmodell (siehe unten) kennt, ist ziemlich schnell klar, dass es ugo.com nicht darum geht, Kunst zu fördern oder zu produzieren, sondern der gesamte Content dazu dient, ein kaufkräftiges, technik-interessiertes Publikum anzusprechen. Darum ist auch das ganze ";Underground"-Getue nervig, insbesondere das Logo. Jede political correctness konsequent zu vermeiden, mag in den USA revolutionär sein, für mich ist es amüsant, aber auch einfach nur billig.

Technisches

ugo.com verwendet massenhaft cookies, es geht aber auch ohne. Selbst mit einem langsamen Computer lassen sich die Animationen problemlos anschauen. Man kann einen Newsletter abonnieren.

Nutzer

Der durchschnittliche Nutzer ist ca. 26, zu 79% männlich, Computerfreak, hat ein relativ hohes Einkommen, einen Collegeabschluß und verbringt durchschnittlich 1,6 Stunden pro Surf-Session bei ugo.com. Er kauft häufig online ein.
Pro Monat ca. 3,8 Millionen Besucher. (alle Angaben: ugo.com)

Businessmodell

ugo.com finanziert sich über Werbung (von Bannern bis gezielten e-mails an Newsletter-Abonenten) und e-commerce im Unterhaltungsbereich. Außerdem bietet das ugo technology center komplette Web-Hosting Angebote insbesondere für die Medien- und Unterhaltungbranche.
siehe auch: http://www.ugo.com/services/about/mediakit/coinfo_main.asp

Autor: D.Förster
Dez. 2000 / März 2001

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